Ägypten gehört zu den faszinierendsten und gastfreundlichsten Reisezielen der Welt. Mit jahrtausendealter Hochkultur, majestätischen Nilpanoramen und sprichwörtlicher Herzlichkeit (Karam) begeistert das Land jährlich Millionen Besucher. An hochfrequentierten Sehenswürdigkeiten kommt es jedoch vereinzelt zu geschäftstüchtigen Verkaufsmaschen und Touristenfallen, auf die man vorbereitet sein sollte.
Mit fundiertem Hintergrundwissen, klarer Kommunikation und erstklassiger Betreuung vor Ort bewegen Sie sich vollkommen entspannt und sicher. Amarco hat die bekanntesten Stolperfallen für Sie analysiert und praxiserprobte Verhaltensregeln zusammengestellt.
1. Das Gizeh-Plateau: Kamele, Kutschen & Reitertricks
Auf dem Pyramidenplateau von Gizeh buhlen zahlreiche Händler intensiv um Kundschaft. Zu den gängigsten Maschen zählen:
Die Masche mit dem „Kostenlosen Aufsitzen“
Ein Kamelführer bietet Ihnen ein Foto oder einen Ritt für „nur 1 Dollar“ oder gar „kostenlos als Willkommensgruß“ an. Sitzen Sie jedoch erst einmal im Sattel, führt er das Kamel abseits. Für das Niederkauern des Tieres zum Absteigen werden plötzlich 30 bis 50 Dollar oder erhebliche Trinkgelder erpresst.
Die Amarco-Regel: Reiten Sie nur auf Tieren, die zuvor verbindlich von Ihrem lizenzierten Reiseleiter gebucht wurden. Treten Sie unaufgeforderten Anbietern mit einem freundlichen, aber bestimmten „La, Shukran“ (Nein, danke) entgegen und gehen Sie zügig weiter.
Falsche Ticketkontrolleure im Außenbereich
Vor den offiziellen Eingängen behaupten dubiose Personen mit Plastikkarten, sie müssten Ihr Ticket prüfen oder der Fußweg sei geschlossen, um Sie zu teuren Kutschfahrten zu drängen.
Die Amarco-Regel: Tickets werden ausschließlich an den elektronischen Drehkreuzen des Ministeriums für Tourismus und Altertümer kontrolliert.
2. Unerwünschte Umwege: Papyrus, Parfüm & Alabaster-Manufakturen
Nicht autorisierte Fahrer versuchen häufig, Gäste in Provisionsgeschäfte zu locken, in denen minderwertige Souvenirs zu überhöhten Preisen verkauft werden:
- Gefälschter Papyrus: Aus getrockneten Bananenblättern gepresste Blätter brechen schnell und verblassen. Echter Papyrus ist geschmeidig, wasserfest und trägt ein Künstlersiegel.
- Gestreckte Duftöle: Mit billigen Mineralölen verdünnte Essenzen werden als reines Lotus- oder Papyrusöl deklariert.
- Falscher Alabaster: Aus lackiertem Gips oder Kreidestaub gegossene Figuren statt echten, handgemeißelten Natursteins. Echter Alabaster fühlt sich kühl an und ist transluzent.
3. Kairoer Taxis: Taxameter-Tricks und Währungsverwechslung
In Kairo behaupten manche Taxifahrer, das Taxameter sei defekt, um Pauschalpreise zu verlangen, die ein Vielfaches des Normaltarifs betragen.
Achtung bei Banknoten: Piaster vs. Pfund
Achten Sie auf das Wechselgeld. Gelegentlich werden alte 50-Piaster-Scheine als 50-Pfund-Noten herausgegeben, oder der Fahrer behauptet, Sie hätten ihm einen kleineren Schein übergeben. Nennen Sie den Wert des Scheins beim Bezahlen immer laut.
4. Ungebetene Tempelhelfer und Foto-Tipps
In den Gräbern von Luxor versuchen Wärter oft, Touristen unaufgefordert mit Taschenlampen auf Reliefs hinzuweisen oder für verbotene Fotos zu posieren, um anschließend hohes Bakschisch einzufordern. Bleiben Sie freundlich-distanziert und verlassen Sie sich auf Ihren Amarco-Guide.
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